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Biotonnen an heißen Sommertagen

Nachricht vom: 28.06.2019 - 10:17 Uhr

Zur Vermeidung von unangenehmen Gerüchen und Maden gibt es folgende Tipps:

  • Gegen Fäulnisprozesse hilft, die Biotonne so schattig wie möglich zu stellen.
  • Die Feuchtigkeit in der Biotonne kann durch zerknülltes Zeitungspapier auf dem Tonnenboden und zwischen den einzelnen Lagen Abfälle niedrig gehalten werden. Auch können feuchte Essensreste mit Zeitungspapier eingewickelt werden um die Restfeuchte aufzunehmen.
  • Da feuchtes Gras sehr stark zur Geruchsbildung neigt, sollte der Grasschnitt vorher angetrocknet und danach nicht in der Biotonne verdichtet werden.
  • Fliegenmaden lassen sich am besten vermeiden, wenn alle Speisereste in den Biobeuteln oder dick in Zeitungspapier eingefüllt werden, denn die Eier befinden sich oft schon in der Küche auf den Nahrungsmitteln.
  • Befinden sich bereits Maden in der Biotonne kann auf jede Lage Abfälle etwas Erde aus dem Garten, ungelöschter Brandkalk, Gesteins- oder Tonmehl oder Sägespäne aufgebracht werden. Auch einige im Handel erhältliche Produkte weisen eine keim- u. madenhemmende Wirkung auf.
  • Sind bereits Maden vorhanden, sollte die Biotonne nach der Entleerung ausgespült und trocknen gelassen werden.
Ein Reinigungsservice für 10 Euro pro Biotonne kann bei der Abfallberatung unter 0561/1003-1133 beauftragt werden.  

Zur Reduzierung von Anhaftungen am Tonnenrand, Gerüchen und Madenbefall werden für die Landkreisbewohner auch kompostierbare Biobeutel als Sammelhilfe zum Auskleiden der Vorsortiergefäße und der Biotonnen angeboten. Die überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Biobeutel bieten nahezu den gleichen Komfort wie herkömmliche Plastikbeutel, werden aber in den kreiseigenen Biokompostierungsanlagen vollständig abgebaut.

Mit den Biobeuteln des Kreises können auch Reste vom Nudelsalat, die Knochen vom Grillen, der verdorbene Erdbeerquark und andere Speisereste bequem, sauber und geruchsarm in die Biotonne gegeben werden. Die Beutel bleiben außen sauber und können zugeknotet beim „Vorbeigehen“ in die Biotonne gegeben werden ohne den Vorsortierbehälter mitnehmen zu müssen. Ein Extra-Weg zur Biotonne entfällt damit.
Nicht in die Biotonne gehören aber alle anderen Plastiktüten und Plastikverpackungen. Auch als kompostierbar gekennzeichnete Plastiktüten und Verpackungen sind weder bundesweit noch im Landkreis Kassel für die Biotonnen zugelassen (siehe Hintergrund).

Die für den Landkreis Kassel hergestellten Biobeutel sind an folgenden Verkaufsstellen erhältlich:

•    Stadt- und Gemeindeverwaltungen des Landkreises Kassel
•    34117 Kassel, Kreishaus, Wilhelmshöher Allee 19 - 21
•    34369 Hofgeismar, Entsorgungszentrum Kirschenplantage, Kirschenplantage
•    34253 Lohfelden, Entsorgungszentrum, Sandwiesen 5
•    34233 Fuldatal - Rothwesten, Biokompostierungsanlage, Gut Eichenberg 12

10 I-Biobeutel mit Henkel auf einer Rolle à 25 Stück zum
Auskleiden der Vorsortiergefäße kosten                   1,00 Euro

120 I-Biobeutel auf einer Rolle à 10 Stück zum
Auskleiden der Biotonne kosten                                5,00 Euro


240 I-Biobeutel auf einer Rolle à 10 Stück zum
Auskleiden der Biotonne kosten                                7,00 Euro

Hintergrund

Das Bundesumweltministerium hat erst im Juni dieses Jahres wieder deutlich gemacht, dass auch biologisch abbaubare Plastiktragetaschen, abbaubare Plastikverpackungen, Einweggeschirr und Kaffeekapseln in Deutschland nicht in Biotonnen entsorgt werden dürfen und sich damit auch aktuell gegen einen anderslautenden Gesetzesentwurf der EU-Kommission gewandt.
Ausgenommen sind lediglich biologisch abbaubare Beutel zum Sammeln der Bioabfälle wie der Kreis Kassel sie anbietet. Diese sind nach Bioabfallverordnung ausdrücklich für die Biotonnen zugelassen.
Um eine optimale Unterscheidbarkeit gegenüber anderen Plastikbeuteln zu gewährleisten, werden seit über 20 Jahren diese Biobeutel für den Landkreis Kassel hergestellt. Dieser gibt Aufdruck, Maße, Material, Dicke, Farbe u.a. vor. Dieses Vorgehen wird vom Umweltbundesamt in einem Gutachten zur Behandlung von biologisch abbaubaren Kunststoffen ausdrücklich empfohlen. Zudem empfiehlt das Gutachten die Eignung von Biobeuteln für jede Behandlungsanlage zu prüfen und dann „begründete Entscheidungen für oder gegen eine Zulassung von Biobeuteln in der entsprechenden Anlage zu treffen.“ Eine derartige, wissenschaftliche Prüfung in den kreiseigenen Biokompostierungsanlagen bestätigte die Eignung der vom Landkreis angebotenen Biobeutel für die Kreisanlagen.

Weitere Informationen zur Biotonne


 

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