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Biotonne - Einführung eines elektronischen Detektionssystem zur Störstofferkennung

Nachricht vom: 10.07.2019 - 07:55 Uhr

Bioabfallfahrzeuge wurden mit einer automatischen Störstofferkennung ausgestattet.

Störstoffe werden so nach objektiven, exakt messbaren Kriterien auch in geschlossenen Biotonnen erkannt.

Ziel ist, unter den 70.000 Biotonnen im Kreisgebiet die falsch befüllten Biotonnen ausfindig zu machen und deren Nutzer zu einem besseren Trennverhalten anzuleiten. „Nur sauber sortierter Bioabfall kann optimal verwertet werden. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Sichtkontrollen zeigen, dass eine Verbesserung möglich ist. Nun werden die Kontrollen schrittweise intensiviert“, erläutert Betriebsleiter Uwe Pietsch den Ausbau der Qualitätsoffensive Bioabfall.


Wie funktioniert ein elektronisches Detektionssystem?

Die elektronische Störstofferkennung ist eine am Bioabfallfahrzeug angebrachte Anlage, die auf physikalischer Basis Störstoffe unmittelbar vor dem Leerungsvorgang in der Biotonne aufspürt. Der Detektor ist am Lift des Fahrzeuges angebracht, so dass direkt nach der Biotonnenaufnahme, noch vor der Hebebewegung, die Prüfung einsetzt. Biotonnen, die die elektronische Störstofferkennung beanstandet, werden registriert und ein Warnsignal weist auf die falsche Befüllung hin.


Am Anfang werden die Biotonnen dennoch geleert. Damit sich die falsche Befüllung aber zukünftig nicht wiederholt, werden die Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert.

Nach mehrmaligen Touren, in denen den Biotonnennutzer über Gelbe Karten eine direkte Rückmeldung gegeben und ihnen Hilfen angeboten wurden, werden beanstandete Biotonnen nicht mehr geleert. Dann wird die Hebemechanik des Sammelfahrzeuges blockiert, sobald der Detektor Störstoffe in den Biotonnen erkennt. Rote Karten an den Biotonnen weisen dann darauf hin, dass eine Nachsortierung oder eine Entsorgung der störstoffbelasteten Bioabfälle als Restabfall nötig ist.
 
So erhalten die Nutzer bei Fehlbefüllungen unmittelbar eine Rückmeldung. Informationen auf den Gelben und Roten Karten und das Angebot von preiswerten, kompostierbaren Biobeuteln runden diese direkte Öffentlichkeitsarbeit ab.
Häufige Störstoffe sind normale Plastiktüten, in denen sich Bioabfälle befinden. Meist wurden die Bioabfälle im Haushalt gut sortiert, aber dann aus Bequemlichkeit oder einem Hygienebedürfnis heraus in einer nicht kompostierbaren Tüte aus Plastik in die Biotonne gegeben. Diesen Haushalten werden als Alternative zur Plastiktüte kompostierbare Biobeutel über die Städte und Gemeinden und unsere Standorte angeboten. Diese Biobeutel der werden in den kreiseigenen Biokompostierungsanlagen vollständig abgebaut. Auch Papiertüten können zur Sammlung der Bioabfälle oder Zeitungspapier zum Einwickeln genutzt werden.

Uwe Pietsch bringt es auf den Punkt: „Die Qualität der eingesammelten Bioabfälle wird auch dadurch geschützt, dass falsch befüllte Biotonnen nicht bei der Bioabfuhr geleert werden. Wir beabsichtigen wiederkehrende Kontrollen der Biotonnen auf Störstoffe zum festen Bestandteil der Abfuhr werden zu lassen. Damit stellen wir im täglichen Abfuhrbetrieb und im Kontakt mit den Bürgern die Weichen für das saubere Recyceln von Bioabfällen.“

 
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