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Stoffstrom-Management
Stefan Schindler
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Stoffstrom-Management

Restabfallbehandlung
Seit Juni 2009 werden die jährlich rund 38.000 Tonnen anfallenden Restabfall des Landkreises Kassel in der mechanischen Abfallaufbereitungsanlage in Weidenhausen (Werra-Meißner-Kreis) durch die Umweltdienste Bohn GmbH (Alsfeld) aufbereitet und anschließend im Heizkraftwerk der ebenso zur Unternehmensgruppe Bohn gehörenden B+T Energie GmbH in der Papierfabrik in Witzenhausen thermisch verwertet.

Der Vertrag gilt zunächst für 8 Jahre plus einer Verlängerungsoption von 2 Jahren. Die Verwertung der Restabfälle in der Region ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine sehr günstige Lösung.

Die mechanische Aufbereitungsanlage im Werra-Meißner-Kreis weist eine jährliche Behandlungskapazität von 120.000 Tonnen auf. 77 Prozent des aufbereiteten Abfalls wird als Ersatzbrennstoff mit mittlerem Heizwert im EBS-Kraftwerk Witzenhausen thermisch verwertet. Sechs Prozent des Abfalls bestehen aus Metall, das aussortiert und in der Metallindustrie verwendet wird, acht Prozent dienen als Brennstoff für die Zementindustrie, neun Prozent werden in Müllheizkraftwerken thermisch genutzt.
55 Prozent des aufbereiteten Abfalls wird als Ersatzbrennstoff mit mittlerem Heizwert im EBS-Kraftwerk Witzenhausen energetisch verwertet. Eine biologische Fraktion von 25 Prozent wird zu Biokohle aufbereitet und im Braunkohlekraftwerk Jänschwalde ebenfalls energetisch verwertet. 5 Prozent des Abfalls bestehen aus Metall, das aussortiert und in der Metallindustrie verwendet wird, 10 Prozent dienen als Brennstoff für die Zementindustrie, 5 Prozent werden in Müllheizkraftwerken energetisch verwertet.

Sperrmüllbehandlung
Der komplette Sperrrmüll wird von den Sammelfahrzeugen direkt zu einer regionalen Entsorgungsfirma gebracht. Dort werden mindestens 65 % des Spermülls einer der folgenden Verwertungsverfahren zugeführt:

PVC-Teile wie z. B. Schwimmbadfolien, Planschbecken, Rolläden werden zu Granulat vermahlen und im Rahmen einer hochwertigen, werkstofflichen Kunststoffverwertung für die PVC-Neuproduktion genutzt.

Alle anderen Hartkunststoffe wie z. B. Gartenstühle werden als gemischte Kunststofffraktion einer Kunststoffsortierung und Aufbereitung zugeführt.

Das Holz, welches den Großteil des Sperrmülls ausmacht, wird zur Energieerzeugung in effizienten Biomassekraftwerken eingesetzt.

Das Eisen-Metall wird verhüttet.

Aluminium wird wieder eingeschmolzen.

Teppiche und Teppichböden werden als Ersatzbrennstoffe aufbereitet und nachfolgend z.B. in Zementfabriken verwertet.

Der Sortierrest wird in einem Kraftwerk thermisch verwertet.

Behandlung sonstiger Abfälle
Weitere Abfälle, die zuvor noch deponiert wurden, werden ebenfalls seit Mitte 2005 in das Abfallbehandlungs- und Stoffstrommanagement mit einbezogen:

  • Baustellenabfällen werden in speziellen Sortieranlagen verwertbare Stoffe (Holz, Metall, Kunststoffe, Mineralien) entzogen, die weiter verwertet werden.
  • Glas- und Mineralwolle werden in der Klinkerindustrie eingesetzt.
  • Straßenkehricht, Rechengut, Sandfang und Kanalreinigungsabfälle werden zur Rekultivierung von Kalihalden eingesetzt.
  • Gipsabfälle und Bauschutt werden in der Bauindustrie wiederverwertet.
  • Holz wird je nach Qualität entweder in der Spanplattenindustrie eingesetzt oder energetisch genutzt.
  • Siebreste aus den Biokompostierungsanlagen werden in Biomasseheizkraftwerke genutzt.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Wir prüfen ständig, ob und welche Behandlungs- und Verwertungsmöglichkeiten für verschiedene Abfallarten am Markt bestehen.

 

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